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” Zukunft Gemeinsam Gestalten” Messe und Kongress
26.4.2009 von Olaf Zewe.
Veranstaltungsort: Graf-Zeppelin-Haus Friedrichshafen
Infos unter www.zugegen.de
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Die Legende von der Geburtenrate. Märchentante von der Leyen erzählt….
15.3.2009 von admin.
Am 15. Februar meldete die Familienministerin Von der Leyen: „Wenn die Wirtschaft wankt, hat die Familie Konjunktur…“ und feierte den Anstieg der Geburten zwischen Januar und September 2008. Reihenweise übernahmen führende Medien unseres Landes die Erfolgsmeldungen.
„Geburten: Tom Buhrow-Tagesthemen, SpiegelOnline, BILD und eine Reihe anderer Medien erweisen sich wieder als Teil der PR-Industrie“ und beschrieb zum Beispiel, wie leichtfertig es ist, einen Zuwachs von 5000 Geburten als gravierende Veränderung zu interpretieren. NachDenkSeiten-Leser konnten erfahren, wie sehr die Geburtenziffer auch in der Vergangenheit schwankte. Wolfgang Lieb hatte schon am 16. Februar beschrieben, wie unsinnig die These ist, die Familie habe Konjunktur, wenn die Wirtschaft wankt.
In der Tat erweisen sich die Luftsprünge von Frau von der Leyen (siehe Bild am Sonntag vom 15. Februar 2009) als reine Show. Eines der Medien, die noch vor gut drei Wochen die Ministerin und ihre Politik gefeiert hatten, berichten jetzt kleinlaut von der Täuschung, hier SpiegelOnline:
„Geburtenzahlen brechen ein
2007 stiegen die Geburten zwar noch leicht an, doch Ende des vergangenen Jahres ist die Anzahl von Neugeborenen massiv gesunken. Im November wurden im zweiten Monat in Folge weniger Babys geboren als im entsprechenden Vorjahresmonat - der Einbruch ist so stark, dass er höchstwahrscheinlich gleich das ganze Jahr ins Minus zieht.“
Es wäre interessant zu beobachten, ob die anderen Medien wenigstens berichten, dass sie einer falschen Nachricht und Fehleinschätzung auf den Leim gegangen sind. Haben die Tagesthemen die Sprüche des Tom Buhrow korrigiert? Und Bild am Sonntag?
Der Zusammenhang zwischen Manipulation zum einen und falschen politischen Entscheidungen zum andern ist beim Thema Demographie besonders eng. Zum Beispiel war gemeldet und von vielen Medien verbreitet worden, die Kinderlosigkeit der Akademikerinnen läge bei 40, ja sogar bei 43 % und sei damit weit überdurchschnittlich und besonders hoch. Tatsächlich zeigte sich jedoch, das die Kinderlosigkeit von Akademikerinnen nur knapp über dem Durchschnitt liegt.
Siehe hier:

Als dieses Interview im August 2007 erschien und damit das Eingeständnis, über ein Phantom geklagt zu haben, war die Umstellung vom Erziehungsgeld zum Elterngeld schon gefallen. Gutverdienende erhalten pro Kind und Monat 1800 €, Schlechtverdienende oder Arbeitslose erhalten 300 € pro Monat und Kind.
Die Manipulation in Sachen Demographie hatte auch praktische Folgen für die Entscheidungen zur Altersvorsorge. Unsere Meinungsführer in Politik und Medien, in Wirtschaft und Wissenschaft haben den Menschen erzählt, mit der Umstellung auf Privatvorsorge werde auch das so genannte demographische Problem gelöst. Ein logischer Zusammenhang existierte nie. Mit der Umstellung werden plötzlich nicht mehr Menschen geboren und arbeitsfähig.
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